Archive for August, 2011

aCampada Berlin

Sonntag, August 28th, 2011

Nun hat sich auch in Berlin ein “aCampada” Bündnis nach Vorbild der spanischen Demokratie-JETZT Bewegung entwickelt. Allerdings wird es den jungen Leuten, die sich hier engagieren seitens der Behörden und der Polizei sehr schwer gemacht. Beobachtet man den Ablauf dieser Veranstaltung, fällt es einem schwer zu glauben, daß Demokratie erwünscht ist.

fritz-02

aCampada-Berlin, Demonstration vom 26.08.2011

Zunächst wurde ein Pavillion sowie Zelte und Transparente auf dem Alexanderplatz aufgestellt. Ziemlich schnell wurden Zelte und Transparente verboten. Übrig blieb die Erlaubnis für 1 Transparent und 1 Pavillion, 0 Zelte. Die jungen Leute schrieben daraufhin ihre Wünsche und Forderungen mit Kreide auf den Asphalt. Passanten kamen vorbei und meinten, dies sei ja wohl Kasperle Theater. Es wurde verboten Sitzgelegenhheiten wie Stühle und Bänke und sogar Sitzkissen zu nutzen. Selbst ein aus Papiertaschentüchern zusammengeklebtes Objekt mit der Beschriftung: “Bett” wurde beschlagnahmt und der “Besitzer” dieses “Bettes” bekam eine Ordnungswidrikeitenanzeige und ein Anwalt mußte bemüht werden.

Dabei wollten die Initiatoren ersteinmal nur einen Ort schaffen um zu reden, ja nicht im Parlament, sondern auf der Straße. Sie wollten keine fertigen Lösungen anbieten, sondern zuhören, sammeln, sortieren.

Verboten wurde auf dem Alexanderplatz zu schlafen. Ein Polizist meinte: “Schlafende können nicht demonstieren”. Ja da hat er Recht, die meisten Menschen schlafen, aber in einer Demonstration gilt meine Anwesenheit.

Wie Polizisten ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind, sieht man in folgendem Video. Ein Polizist schlägt zweimal grundlos kräftig auf den hingeschleiften Demonstranten ein. Zwei kräftige Männer können einen Menschen unter dem Knie packen und bewegen . Hier fummelten drei kräftige Männer an ihrer Inkompetenz. Wer ist schuld? Die Demonstranten? Der Dienstplan? Eine höhere Instanz? Ein Polizist sagte mir, er habe auf Grund der Diensteinteilung jetzt über eine Woch seine Kinder nicht mehr gesehen. Die Leute, gleich ob Polizist oder was weiß ich, sie ticken aus. WARUM? Dies möchte ein globales aCampada klären.

Grundlose Gewalt gegen einen wehrlosen Demonstranten. Ich hoffe, daß ein hierzu unbedingt erforderliches Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung im Amt auch wirklich abgearbeitet wird und nicht einfach eingestellt wird. Dieser Polizist schlägt einem Demonstranten einfach voll in den Magen:

Hier noch einmal vorherige Szene etwas länger:

Hier zwei Mitschnitte aus dem Radiosender multicult.fm auf 88.3  zum Thema, nicht zu verwechseln mit dem aufgegebenen Berliner Sender multikulti:

Die Zeit ist jetzt - oder eine alte Geschichte

Mittwoch, August 10th, 2011

Die Zeit ist jetzt, wenn man denn aufwachen will…

Eine uralte Geschichte erzählt:

Es gab einmal einen sehr reichen Magier, der hatte sehr viele Schafe. Nun war dieser Magier sehr geizig. Er wollte keinen Schäfer anstellen, noch wollte er die Weide, auf der seine Schafe grasten, mit einem Zaun umgeben. Infolgedessen liefen die Schafe oft in den Wald, fielen in Abgründe und vor allem liefen sie fort, weil sie wußten, daß der Magier ihr Fleisch und ihr Fell wollte und ihnen dies nicht lieb war. Schließlich fand der Magier ein Mittel dagegen. Er hypnotisierte seine Schafe und suggerierte ihnen zuallererst, sie seien unsterblich und es geschehe ihnen kein Leid dadurch, daß ihnen die Haut abgezogen würde, sondern es sei im Gegenteil sehr gut und sogar angenehm für sie. Zweitens suggerierte er ihnen, daß er, der Magier, ein guter Herr sei, der seine Herde so liebe, daß er bereit sei, alles in der Welt für sie zu tun; und drittens suggerierte er ihnen, daß, wenn ihnen irgend etwas geschehen sollte, es nicht gerade jetzt geschen werde, jedenfalls nicht am gleichen Tag und daß sie darum keinen Grund hätten, darüber nachzudenken.

* Ferner suggerierte der Magier seinen Schafen, daß sie überhaupt keine Schafe seien; einigen von ihnen suggerierte er, sie wären Löwen, anderen sie wären Adler, wieder anderen, sie wären Menschen und wieder anderen, sie wären Magier.

Und danach hatten all seine Sorgen um die Schafe ein Ende. Sie liefen nie wieder weg, sondern warteten ruhig auf den Tag, an dem der Magier ihr Fleisch und ihre Felle benötigen würde.

Vorschläge zur Verbesserung einer Gemeinwohl Bilanz

Samstag, August 6th, 2011

Wie schaut es aus im August 2011 um die Produktivitätssteigerungen in Deutschland? Sind Investitionsrenditen von 25%, wie sie Herr Ackermann von der Deutschen Bank gerne fordert, erlaubt?

Natürlich nicht. Jeder, der Zeitung ließt und seine Nachbarn kennt, weiß um die Ungerechtigkeiten in der Verteilung von Vermögen, selbst das bürgerliche Lager hat mittlerweile die Orientierung verloren, da selbst der Mittelstand, das Bildungsbürgertum, die Rentner und viele andere um die Früchte ihrer Arbeit betrogen worden sind.

—————————————————————————————————————

43 Billionen Euro produziert die Welt an Gütern in der Realwirtschaft. — 440 Billionen werden außerhalb der Börsen ohne Aufsicht auf den Finanzmärkten gehandelt. Diese suchen Rendite.

—————————————————————————————————————

Wer hat sie betrogen und wer profitiert von diesen Machenschaften? Dies soll nicht Thema dieses Aufsatzes sein, sondern vielmehr sollen hier Entwürfe skiziert werden, welche von vornherein gegen groß angelegte Betrügereien Abwehr leisten möchte und wichtig, eine bessere Verteilung unseres zusammen erarbeiteten Volksvermögens ermöglichen will.

1. Mindest- und Höchstlohn.

Festlegung eines Gehaltsbudgets in einem Betrieb, in dem der meist bezahlte Mitarbeiter nicht mehr wie das 20-fache des am geringst verdienenden Mitarbeiters erhält. ( In den USA verdient heute der bestbezahlteste Manager das 300000-fache des gesetzlichen Mindestlohnes - aber wozu braucht der Mensch 3. und 4. Autos, 3. und 4. Immoblien usw.)

2. Verbot von Aktiengesellschaften.

Als es noch nicht so große Firmen gab, waren Aktiengesellschaften förderlich. Heute sind sie kontraproduktiv, da es mittlerweile eine zu große Geldmenge gibt und zu wenig real produzierende Wirtschaftsunternehmen. Aktionäre ziehen zu viel Geld aus ihren Betrieben. Dies würde eigentlich für Entwicklung, Innovation und Lohn gebraucht werden. Aktionäre behindern all diese lebensnotwendigen Prozesse eines Betriebes, um ohne Arbeit ihr Geld mit unzulässigen Gewinnmargen zu vermehren. Um diese Margen möglichst hoch zu halten, werden kontraproduktiv Menschen entlassen, Innovationen nicht bezahlt. Vielmehr werden Fusionen eingegangen, welche weder für die Betriebe noch dessen Arbeiter und Angestellte einen Nutzen bringen. Eher kommt es hier zur Bildung von Riesenkonzernen, welche leider allzu schnell ihre Macht mißbrauchen, ihre Angestellten bzw.die Angestellten ihrer outgesourcten Sub- oder SubSub Firmen unmenschlich behandeln. (Liest man, die agressive, menschenverachtende Vorträge des Ex Managers Richard Fuld, Gorilla genannt, von der Lehman Brothers Bank: man mag es garnicht glauben.) Eigenartig ist das große Konzerne wie z.B. das Pharma Untenehmen La Roche nicht mehr haupsächlich an Medikamenten forschen, sondern ein Großteil ihres Geldes wie die Banken zum zocken auf der Tribüne der Investments einsetzen.

Aber wieder weg von Zustandsbeschreibungen hin zu konstruktiven Vorschlägen.

3. Kooperation statt Wettbewerb - Patentgesetzänderung.

Hätte Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web damals ein Patent auf seine Erfindung angemeldet, was wäre das internet heute? Wahrscheinlich eine Insel für gut zahlende Menschen. Wettbewerb gibt es von Natur aus, er darf aber über Gesetzte, welche zur Vorteilsnahme erschaffen werden, nicht mißbraucht werden. Befriedigung schafft nicht besser zu sein, sondern gut zu sein indem was man macht und vor allen Dingen Freude hierüber zu erleben.